Veröffentlichungen

In der Netflixserie „Maniac“ heißt es: „Realität ist heilbar.“ Doch aktuell scheint sie eher unheilbar – so sehr, dass ich keine Lust mehr auf Filme mit Wahnsinnigen habe. Aber wie hält man als Christ diese wahnsinnig gewordene Welt aus? Das ist die Frage. Mir fällt eigentlich nur ein Rat ein: Beten statt Verzweifeln. Hier geht’s zur neuen Sonntagsblattkolumne zum Thema …

Volkskirche ohne Volk, aber mit politischem Lehramt. – Am 28. Januar 2025 übermittelten Karl Jüsten und Anne Gidion den Mitgliedern des Deutschen Bundestags eine „Gemeinsame Stellungnahme des Kommissariats der deutschen Bischöfe – Katholisches Büro in Berlin – und der Bevollmächtigten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union zum Entwurf eines Gesetzes zur Begrenzung …

Die Fastnacht gehört eigentlich nicht zum Kirchenjahr. Doch angesichts des närrischen Treibens in einer politisch aufgekratzten Republik, die seit Ende Januar einem Tollhaus gleicht, sehe ich keinen anderen Ausweg, als die Lage der Nation durch die karnevalstheologische Brille – oder besser noch: mit der Narrenkappe – zu betrachten. Hier geht es zu meiner Sonntagsblattkolumne zum Thema Karneval.

… Ich möchte allen Christenmenschen auf dem Weg zur Wahlurne und zum po­litischen Engagement nachdrücklich ans Herz legen, sich in der Kunst der Unterscheidung zwischen Politik und Moral, zwischen Politik und Religion, zwischen Über­zeugung und Ideo­­logie, zwischen Vorletztem und Letztem und zwischen Mensch und Gott zu üben. Wenn Christinnen und Christen ihre Kreuzchen machen und im Raum der Politik aktiv …

Es gibt Weihnachtsdepressionen, aber es gibt auch Nachweihnachtsdepressionen. Ich weiß ein Lied davon zu singen, glaube allerdings, als Christ ein Antidepressivum dagegen zu haben. Hier daher eine Weihnachtsandacht nach Weihnachten.

Heiligabendgottesdienste sind Lackmustests. Erst dann, wenn auch in ihnen gähnende Leere herrscht, ist es vorbei mit dem abendländischen Christentum. Solange die Kirchen am 24. Dezember aber aus allen Nähten platzen, ist die Welt noch in Ordnung. Oder besser gesagt: nicht in Ordnung. Sonst wäre die Sehnsucht nicht so groß, in den Gotteshäusern am Heiligen Abend etwas zu finden, was sich …

Das Jüngste Gericht scheint mega-out. Dabei ist es allgegenwärtig. Die Sehnsucht nach Verurteilung und die Angst davor kann in der Zeit Martin Luthers nicht größer gewesen sein als heute. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass von Gnade und Barmherzigkeit in einer säkularen Welt weit und breit nichts zu sehen und zu hören ist … Ich habe zu diesem Thema einen Gastkommentar …

Jedes Jahr schenke ich meinen Eltern eine geschnitzte Figur für ihre Weihnachtskrippe. Vor etwa zehn Jahren habe ich damit angefangen. Es begann mit dem Stall und dem Minimalinventar, also dem Jesuskind in der Krippe, Maria und Josef, Ochs und Esel, zwei Hirten und drei Schafen. Im Jahr darauf kamen die Heiligen Drei Könige hinzu. Dann zwei Schafe und ein Hirtenhund. …

Mir fällt auf, dass die Advents- und Weihnachtszeit immer früher beginnt. Gerade in diesem Jahr ist es besonders sichtbar. Dörfer und Städte, Wohnungen und Häuser erstrahlen schon Mitte November in weihnachtlichem Licht. Die Sehnsucht nach spiritueller Orgasmusverlängerung scheint um so größer zu sein, je weniger erfüllend die Erfahrung der düsteren realen Welt ist. Aus christlicher Sicht könnte man sich ja …

Was würde fehlen, wenn es „Evangelische Kirche in Bayern“ statt „Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern“ hieße? Ist das Adjektiv „Lutherisch“ für die Selbstbezeichnung der bayerischen Landeskirche oder irgendeiner anderen Kirche wirklich noch so wichtig? Ich habe eine Meinung dazu – passend zum Reformationsfest und passend zum Geist der gesellschaftspolitischen Diskurse unserer Zeit. Viel Spaß beim Lesen meiner Sonntagsblatt-Kolumne für das Reformationsfest!