Veröffentlichungen

„Adam, wo bist du?“ — Mein COMMUNIO-Artikel zum Reformationstag

Ich gebe die Hoffnung einer Reformation der evangelischen Kirche an Haupt und Gliedern nicht auf. Aber diese Reformation wird nur dann eine Reformation und keine Transformation ins Nichts sein, wenn sie mit dem Anfang anfängt: mit der Beantwortung der Gretchenfrage Gottes an uns – und sei diese Antwort noch so tastend und stammelnd. — Lesen Sie hier meinen Beitrag zum …

Die Gretchenfrage der Theologie — Ein Gastbeitrag für die WELT am Sonntag

Die einzige theologische Frage, die theologieferne Zeitgenossen wirklich interessiert, dürfte die Gretchenfrage sein. „Glauben Sie an Gott?“ Jedem Christenmenschen, Berufschristen allzumal, sitzt Gott unsichtbar und unübersehbar auf der Schulter. So sehr sich Kirche und Theologie immer wieder bemühen, den Unterschied zur säkularen Gesellschaft zu minimieren, um nur ja niemanden zu verscheuchen, so wenig lässt sich ihr entscheidendes Distinktionsmerkmal aus der …

Brandmauer als Bekenntnis? Mein neuer Cicero-Artikel

Lutheraner rechnen mit der Möglichkeit, dass Gott selbst unmenschlich agierende Menschen anders sehen und anders mit ihnen ins Gericht gehen könnte, als sie selbst und andere Menschen dies tun. Und genau darin besteht die Quintessenz von Luthers Rechtfertigungslehre. Wenn Menschen aus der evangelischen Kirche ausgemauert werden, weil sie aus der Sicht der selbsterklärten Reinen unreiner zu sein scheinen als Andere, …

Erntedank jenseits von Eden

Das Erntedankfest erinnert daran, dass uns die Schöpfung geschenkt ist. Aber es erinnert eben auch daran, dass wir in der Schöpfung nur überleben können, wenn wir die Schöpfung schöpferisch und schöpfungsdienlich bebauen und ihrer Schattenseiten Herr werden. Und natürlich erinnert es die irdischen Schöpfer auch daran, wie leicht die Schöpfung durch ihre Schöpfungen aus dem Gleichgewicht geraten kann. Wenn das …

Die Kirche und die Linke. Eine verhängnisvolle Affäre — Mein Cicero-Artikel über die Konsequenzen gekippter Transzendenz

Wie kommt es eigentlich, dass die evangelische Kirche auf dem linken Auge blind ist? Wie kommt es, dass das Adjektiv „politisch“ in ihren Plädoyers für ein politisches Christsein problemlos durch das Adjektiv „links“ ersetzt werden könnte? Wie kommt es, dass nicht nur im nichtkirchlichen Raum, sondern auch in Kirche und Theologie die Linkenverharmlosung wie geschmiert funktioniert – allen Gulags, allem …

Negativ über die Kirche reden? — IDEA Pro und Contra

Sollen, dürfen, müssen Theologinnen und Theologen negativ über die evangelische Kirche reden? Oder geht das gar nicht, weil es ein Ausdruck von Nestbeschmutzung, ein Zeichen von Illoyalität und überdies theologische Beihilfe zur Verschärfung der Kirchenkrise wäre? — IDEA hat mich genau zu dieser Frage um einen Beitrag für die Rubrik „Pro und Contra“ gebeten. Hier können Sie meine Position und …

Die Brandmauer als Schibboleth des Christseins? Gastbeitrag für die WELT

Wenn die evangelische Kirche wirklich ihrem Namen Ehre machen würde, müsste sie eigentlich ein Ort sein, an dem die Logiken des politmoralistischen Circus Maximus und seiner erbarmungslosen Verurteilung vermeintlich falsch Andersdenkender, Anders­glau­bender und Anderslebender nicht mehr greifen. Sie müsste vielmehr ein weiter und weitherziger Raum sein, in dem nicht nur Gleichdenkende und Gleichglaubende, Gute und Reine Platz haben. — Lesen …

Die Kirche als Frau gegen Blau?

Die Kirche sollte ein Raum sein, in dem die Spielregel, dass jede politische Karte jede theologische Karte sticht, nicht gilt. Sie sollte ein Raum sein, in dem die Politik nicht das letzte Wort hat und nicht die letzte und allesentscheidende Wahrheit ist. Ein Raum, in dem auch politisches Engagement möglich und sinnvoll ist, in dem Menschen aber nicht an ihren …

„Xenophilos“ — Die zarteste Versuchung, seit es christlichen Selbsthass gibt — Mein neuer Cicero-Artikel

„Ich oute mich an dieser Stelle und gestehe, dass auch ich mich als Student mit Xenophilos infiziert habe. Man muss dazu wissen, dass es vor dreißig Jahren in gewissen geisteswissenschaftlichen Milieus sexy war, sich mit der Lektüre der französischen Theoretiker des Poststrukturalismus zu schmücken. Und so trug auch ich mit Foucault, Derrida, Lyotard und Lévinas so dick auf, als wären …