„Ich oute mich an dieser Stelle und gestehe, dass auch ich mich als Student mit Xenophilos infiziert habe. Man muss dazu wissen, dass es vor dreißig Jahren in gewissen geisteswissenschaftlichen Milieus sexy war, sich mit der Lektüre der französischen Theoretiker des Poststrukturalismus zu schmücken. Und so trug auch ich mit Foucault, Derrida, Lyotard und Lévinas so dick auf, als wären …
Veröffentlichungen
Auf ref.ch, der Website mit den „News der Reformierten“, schreibt Heimito Nollé über mein Giacometti-Buch „Der Kampf mit dem Engel“. Hier geht es zum Artikel!
Am Freitag, 4. September 2026 um 20 Uhr stelle ich im Centro Giacometti in Stampa im Bergell mein Buch „Der Kampf mit dem Engel“ vor. Herzliche Einladung an alle, die in der Nähe sind! Hier geht es zur Website des Centro Giacometti mit allen Informationen zu einem Abend, an dem es um die Kunst Alberto Giacomettis, um Leben und Tod …
In Oberfranken läuft derzeit die Kirchweihsaison auf Hochtouren. Ich habe mich anlässlich dieser berauschenden fünften Jahreszeit zu einer Liebeserklärung an einen meiner Lieblingsorte hinreißen lassen. Aber natürlich geht es wieder einmal um viel mehr. Es geht um die Frage, wo wir, die heimatlos Vergänglichen, wirklich zu Hause sind. Lesen Sie hier meine neue Sonntagsblattkolumne.
Die bittere Ironie der deutschen Reformationsgeschichte besteht darin, dass ausgerechnet die evangelische Kirche gegenwärtig immer schwerer der von den Reformatoren kritisierten katholischen Versuchung widerstehen kann, moralerwartungskonforme Regelbefolgung für den einzig wahren und einzig akzeptanzgarantierenden Heilsweg zu halten. Zumal in der Epoche des Anthropozän, in der auch im Raum der Religion nurdas als wirklich gilt, was vom Menschen gemacht, bewerkstelligt, geregelt, …
Die Würde des Menschen sollte zwar unantastbar sein. Aber sie ist es nicht. Tagtäglich wird sie angetastet. Etwa dadurch, dass Menschen sich freiwillig auf Formen ihrer eigenen Entwürdigung einlassen. Nicht nur die in Deutschland seit Jahrzehnten verbotene Volksbelustigungspraxis des „Zwergenwerfens“ wirft die moralische Frage auf, ob der Schutz der Menschenwürde unter Umständen auch darin besteht, die Selbstbestimmung vor sich selbst und …
Ich plädiere trotz aller nachvollziehbaren und berechtigten Kirchenkritik dafür, den noch immer großen Kirchen die Treue zu halten, statt ihnen den Rücken zu kehren. Es könnte nämlich der Tag anbrechen, an dem den Kindern der Aufklärung und der Säkularisierung zu dämmern beginnt, dass sie diese Kirchen schmerzlich vermissen werden – spätestens dann, wenn in Europa nichts mehr an den Geist …
Wie oft und unverzeihlich habe ich mich in der Vergangenheit über die Verstofftierung Gottes in der Theologie und in der Kirche meiner Gegenwart lustig gemacht und echauffiert! Ein Kollege schrieb mir vor wenigen Monaten, ich tue mit meiner schroffen Kritik dem Stofftier, insbesondere dem Teddybären unrecht. Gott müsse unter allen Umständen ein solches Stofftier sein, um in einer gnadenlosen Welt …
„Wir brauchen eine Sprache, die weder in charismatischen Naivitäten noch in reinem Moralismus oder in der Binsenweisheit von Friseur- oder Wartezimmerzeitschrifen steckenbleibt. Es geht um die Erinnerung an eine Dimension der Wirklichkeit, die größer ist als wir selbst. Wenn die Kirche das nicht mehr anspricht, können wir zusperren.“ — Daniel Staffen-Quandt und Christiane Ried haben mit mir über die Kirchenkritik …
Wes Geistes Kinder sind eigentlich Christen? Und wie sieht das eigentliche Bekenntnis des modernen Protestantismus aus? In meinem Pfingsttext für die Website des Forums Kirche & Theologie habe ich ein wenig darüber nachgedacht und meiner Hoffnung auf einen theologischen Klimawandel und auf ein Pfingstwunder Ausdruck verliehen. Aber lesen Sie selbst. Und zwar hier.









