Veröffentlichungen

„Xenophilos“ — Die zarteste Versuchung, seit es christlichen Selbsthass gibt — Mein neuer Cicero-Artikel

„Ich oute mich an dieser Stelle und gestehe, dass auch ich mich als Student mit Xenophilos infiziert habe. Man muss dazu wissen, dass es vor dreißig Jahren in gewissen geisteswissenschaftlichen Milieus sexy war, sich mit der Lektüre der französischen Theoretiker des Poststrukturalismus zu schmücken. Und so trug auch ich mit Foucault, Derrida, Lyotard und Lévinas so dick auf, als wären …

Zwischen Biergarten und Kirche auf der Suche nach dem Paradies

In Oberfranken läuft derzeit die Kirchweihsaison auf Hochtouren. Ich habe mich anlässlich dieser berauschenden fünften Jahreszeit zu einer Liebeserklärung an einen meiner Lieblingsorte hinreißen lassen. Aber natürlich geht es wieder einmal um viel mehr. Es geht um die Frage, wo wir, die heimatlos Vergänglichen, wirklich zu Hause sind. Lesen Sie hier meine neue Sonntagsblattkolumne.

Die Banalität des Guten — Warum Luther heute gecancelt würde — Cicero-Artikel vom 26. Juli 2026

Die bittere Ironie der deutschen Reformationsgeschichte besteht darin, dass ausgerechnet die evangelische Kirche gegenwärtig immer schwerer der von den Reformatoren kritisierten katholischen Versuchung widerstehen kann, moralerwartungskonforme Regelbefolgung für den einzig wahren und einzig akzeptanzgarantierenden Heilsweg zu halten. Zumal in der Epoche des Anthropozän, in der auch im Raum der Religion nurdas als wirklich gilt, was vom Menschen gemacht, bewerkstelligt, geregelt, …

Von Leihmüttern und Christen — zeitzeichen-Artikel vom 25. Juli 2026

Die Würde des Menschen sollte zwar unantastbar sein. Aber sie ist es nicht. Tagtäglich wird sie angetastet. Etwa dadurch, dass Menschen sich freiwillig auf Formen ihrer eigenen Entwürdigung einlassen. Nicht nur die in Deutschland seit Jahrzehnten verbotene Volksbelustigungspraxis des „Zwergenwerfens“ wirft die moralische Frage auf, ob der Schutz der Menschenwürde unter Umständen auch darin besteht, die Selbstbestimmung vor sich selbst und …

Trotz allem: Ein Plädoyer für die Kirche — Cicero-Artikel vom 7. Juli 2026

Ich plädiere trotz aller nachvollziehbaren und berechtigten Kirchenkritik dafür, den noch immer großen Kirchen die Treue zu halten, statt ihnen den Rücken zu kehren. Es könnte nämlich der Tag anbrechen, an dem den Kindern der Aufklärung und der Säkularisierung zu dämmern beginnt, dass sie diese Kirchen schmerzlich vermissen werden – spätestens dann, wenn in Europa nichts mehr an den Geist …

Warum Gott ein Teddybär sein muss

Wie oft und unverzeihlich habe ich mich in der Vergangenheit über die Verstofftierung Gottes in der Theologie und in der Kirche meiner Gegenwart lustig gemacht und echauffiert! Ein Kollege schrieb mir vor wenigen Monaten, ich tue mit meiner schroffen Kritik dem Stofftier, insbesondere dem Teddybären unrecht. Gott müsse unter allen Umstän­den ein solches Stofftier sein, um in einer gnadenlosen Welt …

„Ich bin nicht so der Katzenkalendertyp.“ — epd-Interview über Kirchenkritik aus Liebe und über mein neues Buch „Mehr Opium fürs Volk“

„Wir brauchen eine Sprache, die weder in charismatischen Naivitäten noch in reinem Moralismus oder in der Binsenweisheit von Friseur- oder Wartezimmerzeitschrifen steckenbleibt. Es geht um die Erinnerung an eine Dimension der Wirklichkeit, die größer ist als wir selbst. Wenn die Kirche das nicht mehr anspricht, können wir zusperren.“ — Daniel Staffen-Quandt und Christiane Ried haben mit mir über die Kirchenkritik …

Plädoyer für ein Pfingstwunder

Wes Geistes Kinder sind eigentlich Christen? Und wie sieht das eigentliche Bekenntnis des modernen Protestantismus aus? In meinem Pfingsttext für die Website des Forums Kirche & Theologie habe ich ein wenig darüber nachgedacht und meiner Hoffnung auf einen theologischen Klimawandel und auf ein Pfingstwunder Ausdruck verliehen. Aber lesen Sie selbst. Und zwar hier.